"Moreover, you scorned our people, and compared the Albanese to sheep, and according to your custom think of us with insults. Nor have you shown yourself to have any knowledge of my race. Our elders were Epirotes, where this Pirro came from, whose force could scarcely support the Romans. This Pirro, who Taranto and many other places of Italy held back with armies. I do not have to speak for the Epiroti. They are very much stronger men than your Tarantini, a species of wet men who are born only to fish. If you want to say that Albania is part of Macedonia I would concede that a lot more of our ancestors were nobles who went as far as India under Alexander the Great and defeated all those peoples with incredible difficulty. From those men come these who you called sheep. But the nature of things is not changed. Why do your men run away in the faces of sheep?"
Letter from Skanderbeg to the Prince of Taranto ▬ Skanderbeg, October 31 1460

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#1

Post by Arbëri » Sun Aug 15, 2010 11:58 pm

Aufstieg und Untergang der hellenischen Welt
Prof. Dr. Hans F.K. Günther
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Herkunft und Ausdehnung der Griechen

Man hat die Ursitze der Hellenen nach Ostungarn verlegt, aber in hellenischen Sagen auch verblaßte Erinnerungen an eine noch weiter zurückliegende Vergangenheit in Mittel- bis Nordwesteuropa erkennen wollen. Vorgeschichtsforschung und Sprachwissenschaft haben drei Haupteinwanderungen jeweils von den Gebieten der unteren Donau her ergeben, die der Lonier, vielleicht um 2000 v.d.Z., die der Achaier und Aioler um 1400 oder 1300 v.d.Z. und die der dorischen Stämme um 1100 v.d.Z. Man muß sich diese Haupteinwanderungen, denen aber Einwanderungen kleinerer Scharen vorausgegangen und nachgefolgt sein mögen, als das Vorrücken und schließliche Ansässigwerden landsuchender bäuerlicher Krieger vorstellen, welche auf Ochsenwagen selbst ihre Hausschweine mittel- bis nordwesteuropäischer Herkunft mit sich führten.

Die Hellenen fanden in Griechenland eine einheimische Bevölkerung vor, welche nach Schädelfunden und bildlichen Zeugnissen der Rasse nach in ihrer Hauptmasse als vorwiegend westisch mit vorderasiatischem Einschlag erscheint, eine Bevölkerung mit mutterrechtlichen Anschauungen und bestimmten Glaubensvorstellungen, welche Schuchhardt in seinem für die hellenische Vorgeschichte und Frühgeschichte besonders wertvollen Buche Alteuropa (1926) als kennzeichnend für die (vorwiegend westischen) Mittelmeervölker Alteuropas beschrieben hat.

Die eindringenden hochgewachsenen, hellhäutigen, blonden, helläugigen Hellenen mit vaterrechtlicher Geschlechterordnung, die Leichenverbrennung ausübend, als Waffen Panzer und Beinschienen und den Rundschild (aspis) mitteleuropäischer Herkunft gebrauchend, wurden nun zur Herrenschicht über die kleingewachsene, dunkle Vorbevölkerung, der Mutterrecht, Leichenbestattung und Langschild eigen waren. Ein Ringen auch der Kunststile, der eingeführten nordeuropäischen mit den einheimischen beginnt, ein Ringen der Glaubensvorstellungen und Sitten, welches teils zu Verdrängungen des Einheimischen durch das Nordeuropäische, teils zum Ausgleichen, teils zu einem dauernden Ringen beider führt, bis endlich bei Schwinden der nordischen Rasse im Hellenentum nicht-nordisches Glaubens- und Kunstempfinden, nicht-nordische sittliche Anschauungen sich durchsetzten. Am Beispiel des Glaubenslebens hat Kynast in seinem Buche Apollon und Dionysos. Nordisches und Unnordisches innerhalb der Religion der Griechen (1927) dieses Ringen der Rassenseelen im Hellenentum erwiesen. Man könnte die ganze hellenische Geistesgeschichte wie die hellenische Staatengeschichte als eine Auseinandersetzung nordischen Geistes und nicht-nordischen darstellen.

Daß die Hellenen oder doch die Herrenschicht der Stämme hellenischer Sprache, also die Nachkommen der von der unteren Donau her eingewanderten Sprachüberbringer, der Rasse nach nordisch waren, ist im Jahre 1842 zuerst von dem englischen Schriftsteller Bulwer (Lord Lytton) erkannt worden. Heute betont ein Geschichtsforscher wie Beloch diese Tatsache gleich zu Beginn seiner Griechischen Geschichte (Bd. 1, 1912). Ich konnte in meiner Rassengeschichte des hellenischen und des römischen Volkes (1929) aus Homer, Hesiod, Alkman, Pindaros, Hippokrates, Bakchylides und auch späthellenischen Dichtern die Zeugnisse dafür angeben, daß die Hellenen Götter und Göttinnen, Helden und Heldinnen als Gestalten nordischer Rasse sehen, daß sie aber auch, von den nordischen Rassenmerkmalen ihrer Zeitgenossen berichten. Die bildende Kunst der Hellenen stellt den edlen Menschen immer nur als einen Menschen nordischer Rasse dar, während sie den Bildwerken der als unedel zu kennzeichnenden Menschen Merkmale der ostischen, vorderasiatischen und negerischen Rasse verleiht. Ein Sokrates mit seinen unnordischen Zügen wird von seinen Zeitgenossen selbst durchaus als eine Ausnahme empfunden.

Die rassische Schichtung ist im athenischen Staatswesen nie so deutlich hervorgetreten wie in Sparta. Die Überschichtung vorwiegend nordischer Geschlechter gehörte in Athen einem früheren Abschnitt der Vorgeschichte an als in Sparta. Hat sich in Sparta bei der Herrenschicht immer eine gewisse Empfindung rassischer Verschiedenheit gegenüber den unteren Schichten erhalten, so fühlten sich die Athener bis auf die Sklavenschicht viel mehr als ein einheitliches Volk. Als die Schicht, innerhalb deren sich die nordische Rasse am besten erhalten hatte, muß man den Adel ansehen, die eugeneis, d.h. Wohlgeborenen, auch gennetai „Geschlechtsgenossen“ oder homogalaktes „Menschen gleicher Muttermilch“ genannt, ein Stand, der ursprünglich die Großbauern des attischen Stammes umfaßt haben mag. Es war diejenige Schicht, welche bei Homer als die oristoi erschienen war. Unter dieser Schicht folgte eine weitere Schicht von Freien, diejenigen freien Bauern, welche bei Homer als demû andres erschienen waren, den „Gemeinfreien“ des deutschen Mittelalters vergleichbar. Diese Schicht mag weniger als die der eugeneis durch überlieferte Anschauungen gehemmt worden sein, sich mit der nicht-nordischen vorhellenischen Bevölkerung Attikas zu vermischen.

Die nicht-nordische vorhellenische Bevölkerung im Aufbau des athenischen Staatswesens wird man unter den „Handwerkern“ zu suchen haben, welche in der sagenhaften Verfassung erscheinen, die Theseus dem Staatswesen gegeben haben soll. Zur nicht-nordischen Schicht sind ferner die Sklaven zu zählen, welche in Athen seit dessen Frühzeit nicht gering an Zahl waren und die im Lauf der Jahrhunderte durch Einfuhr hauptsächlich aus Kleinasien, somit aus Gebieten vorwiegend vorderasiatischer Rasse, immer zahlreicher wurden. In Athen und anderen hellenischen Stadtstaaten hat das Sklaventum eine viel größere Bedeutung für den Rassenwandel bekommen als in Sparta; dabei hat sich das Empfinden, daß die Sklaven und deren freigelassene Nachkommen Rassenfremde seien, noch bis in die Spätzeit Athens erhalten. Wie Herodotos eine Vorzeit seines Volkes erwähnt, die noch keine Sklaven gekannt habe, so unterscheidet Aristoteles die Rasse der Hellenen und Freien von der der Barbaren und Sklaven. Unter den Sklaven befanden sich auch kriegsgefangene Hellenen aus anderen Stämmen; ihre Zahl mag gering gewesen sein, doch hat die Sklavenschicht durch sie wohl einen schwachen Einschlag nordischer Rasse erhalten.

(Hans F.K. Günther: Rassenkunde Europas. Mit besonderer Berücksichtigung der Rassengeschichte der Hauptvölker indogermanischer Sprache, München 1929)








Prof. Dr. Hans F.K. Günther

Niedergang des Hellenentums I

Die eigentliche „Blütezeit“ des athenischen Geisteslebens, die Jahre zwischen Marathon (490 v.d.Z.) und Chaironeia (338 v.d.Z.) war demnach – lebensgesetzlich (biologisch) aufgefaßt – die höchste Stufe athenischen Lebens, von der aus athenisch-hellenischer Geist sich auszurecken vermochte, eine Stufe, aufgebaut über dem Staats- und Geistesbau der Vorväter, während zu gleicher Zeit schon die Aushöhlung dieses Baues begonnen hatte durch Schwinden der eigentlich tragenden Erbanlagen. 479 war die hellenische Freiheit vor den Persern gerettet worden, 431 begannen die Hellenen jene gegenseitige Ausmerzung ihrer Tüchtigsten, welche als der Peloponnesische Krieg (431-404 v.d.Z.) bekannt ist.

Als die beiden Gegner, Athen mit seinen Verbündeten und Sparta mit seinen Verbündeten, völlig ermattet waren, die athenische Flotte zerstört, Athen von den Spartanern eingenommen war, kam es 404 v.d.Z. zum Frieden. Der „Sieg“, d. h. die geringere Zerrüttung Spartas gereichte diesem nicht zu einem neuen Gedeihen. Theben erhebt sich gegen Sparta und besiegt dieses in der Schlacht bei Leuktra. Philippos, der König von Makedonien, sieht der gegenseitigen Ausmerzung der Hellenenstämme zu, bis er 338 v.d.Z. Athen und Theben bei Chaironeia zerschmettert.

Schon während des Peloponnesischen Krieges hatte Athen die Metoiken, die in Attika ansässigen Fremden, zu den Waffen gerufen und ihnen dafür das Bürgerrecht verliehen. Das Bürgerrecht wurde schließlich an jeden ausgeteilt, der sich dem Heere anschloß. Auch nach Chaironeia wurden auf Antrag des Vertreters der Volksherrschaft, Leokrates, zur Auffüllung der Lücken, welche die Schlacht gerissen hatte, wieder aus den Reihen der Unterschicht neue Vollbürger gewählt. Der Eupatride Lykurgos nannte diese weitere Ausdehnung des Bürgerrechts in seiner Rede gegen Leokrates das Schmerzlichste an dem Unheil, welches Athen betroffen habe.

Platon (427-347) hat sich aus seinem im wesentlichen nordischen Empfinden dem im wesentlichen vorderasiatischen Geiste der sophistischen Lehren entgegengestellt, den Athenern die tiefe Weisheit des altspartanischen Zuchtgedankens zu erschließen versucht und eine Art staatlicher Erbgesundheitspflege (Eugenik) vorgeschlagen, deren Einsichten und Forderungen durchaus mit denen der neuesten Erbgesundheitsforschung (Eugenik, Rassenhygiene) übereinstimmen. Ich habe dies in meinem Bändchen Platon als Hüter des Lebens. Platons Zucht- und Erziehungsgedanken und deren Bedeutung für die Gegenwart (1928) darzustellen versucht. Platons Einsicht und Wirken kam zu spät; er hat das selbst ausgesprochen.

Ein schwacher Einschlag nordischer Rasse ist auch bei den späten Hellenen noch zu bemerken. Die Schädelfunde zeigen eine immer stärkere Zunahme von Kurzköpfen, die man sich in der Hauptsache als die der vorderasiatischen Rasse denken muß, zugleich aber eine Abnahme an Geräumigkeit der Schädel, welche auf das Schwinden des hochwüchsigen Einschlags schließen läßt, dem eben der entsprechend größere, geräumigere Schädel eigen war. Zu Platons Zeit mögen die Hochgewachsenen und Blonden schon ziemlich selten gewesen sein.

Die meisten Dichter bleiben beim nordischen Schönheitsbilde der hellenischen Frühzeit: Ihre Götter und Helden, Göttinnen und Heldinnen werden immer noch als nordische Menschen geschildert. Einzelne Schriftsteller erwähnen noch Blonde unter ihren Zeitgenossen; Aristoteles erwähnt das Nachdunkeln der Haare; er erwähnt, daß bei dunkelgewordenem Haupthaare der Bart oft noch rötlich bleibe. Dikaiarchos schildert die Frauen Thebens noch im 2. Jahrhundert v.d.Z. als hochgewachsen und blond. Wie in allen Spätzeiten der Völker nordischer Rassenherkunft und indogermanischer Sprache, so beginnt man auch in den oberen Ständen Griechenlands, sich das Haar blond zu färben. Verschiedene Schriftsteller berichten von Blondfärbemitteln.

Schwarzes Haar und gar krauses Schwarzhaar galt auch in der Spätzeit bei den Hellenen noch als Anzeichen von Feigheit und List. Noch im 4. Jahrhundert n.d.Z. beschreibt der jüdische Arzt und Sophist Adamantios diejenigen Hellenen, welche etwas vom alt-hellenischen Schlage bewahrt hätten, als hochgewachsene, blonde Menschen mit heller Haut. Zu seiner Zeit war aber Griechenland von einer Bevölkerung bewohnt, welche fast nur noch aus den Spracherben, nicht mehr aus den Blutserben der Hellenen bestand.

Um 150 v.d.Z. hatte Polybios schon von dem Aussterben der griechischen Landschaften berichtet, wie die Städte sich leerten, die Landschaften verödeten, weil die Menschen aus Trägheit, Geldgier und Genußsucht nicht mehr heiraten, die Verheirateten höchstens noch ein oder zwei Kinder aufziehen wollten und so die Häuser leer blieben. Im Jahre 120 n.d.Z. fanden sich auf dem ganzen Peloponnes nur noch 3000 waffenfähige Männer, während diese Landschaft für Plataiai 479 v.d.Z. noch 74000 Krieger gestellt hatte. Polybios nennt seine Landsleute verkommene Bettler ohne Treu und Glauben, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Es war das Ende, das auf Entnordung und Entartung folgte.

(Rassenkunde Europas, a.a.O)
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Re: ALTGRIECHEN

#2

Post by Arbëri » Mon Aug 16, 2010 12:03 am

Prof. Dr. Hans F.K. Günther


Niedergang des Hellenentums II

Alles Leben ist Auseinandersetzung von Erbanlagen und Umwelt: In der Art und Weise, wie zwei verschiedene Menschengruppen sich mit einer annähernd gleichen Umwelt auseinandersetzen, darin wird deren ererbtes Wesen sichtbar. (...)

Der Niedergang und Untergang des Hellenentums ist im wesentlichen der Ausmerze zuzuschreiben, die im Laufe von etwa anderthalb Jahrtausenden als eine Ausmerze des Krieges und inneren Zwistes und dann immer mehr als eine Ausmerze durch geistige und sittliche Wandlungen eben diejenigen Geschlechter betroffen hat, deren Vorfahren als Indogermanen überwiegend nordischer Rasse aus Mitteleuropa, besonders aus Mitteldeutschland, eingewandert waren; Entnordung ist die Hauptsache auch dieses Unterganges, eine Entnordung, durch die auch Walther Rathenau wieder erschüttert worden ist. Rathenau hatte geschrieben: „Der Inbegriff der Weltgeschichte, ja der Menschheitsgeschichte, ist die Tragödie des arischen Stammes. Ein blondes, wundervolles Volk erwächst im Norden. In überquellender Fruchtbarkeit sendet es Welle auf Welle in die südliche Welt. Jede Wanderung wird zur Eroberung, die Eroberung zur Befruchtung der Kultur und Gesinnung. Aber mit zunehmender Weltbevölkerung quellen die Fluten der dunklen Völker immer näher, der Menschenkreis wird enger.“ Rathenau hat vermutet, daß heute auch den Völkern Mittel- und Nordwesteuropas die „Tragödie“, der „Untergang des Abendlandes“ gewiß sei, das Versinken in Bedeutungslosigkeit bei Aussterben eben derjenigen Erbstämme, aus deren Tüchtigkeit sich Staats- und Geistesleben dieses Abendlandes erklärt. In der Gegenwart gehen die Völker germanischer Sprache, die in ihrem „Peloponnesischen Kriege“, also schon im Ersten Weltkriege, einander viele ihrer besten Erbstämme ausgemerzt haben, dem gleichen „Untergang“ entgegen wie die Hellenen des vierten vorchristlichen Jahrhunderts.

Walther Rathenau hat von einem zunehmenden „Mangel an Richtkraft, Tiefe und Idealismus“ innerhalb der Bevölkerungen Europas gesprochen und hat diesen Mangel der sich steigernden „Entgermanisierung“ Europas zugeschrieben, also einer Entnordung, von deren Fortgang er das befürchtete, was man später nach Oswald Spengler den „Untergang des Abendlandes“ genannt hat. Eben dieser „Mangel an Richtkraft, Tiefe und Idealismus“ kennzeichnet aber auch die Geschichte des untergehenden Hellenentums seit dem vierten vorchristlichen Jahrhundert.

Hier in Hellas sind wie gewisse beschämende Seiten des allgemein-indogermanischen Wesens so auch gewisse zum Ruhm berechtigende Seiten der allgemein-indogermanischen Erbveranlagung einmal zu einer leuchtenden Reinheit gesteigert worden; gewisse Seiten allgemein indogermanischen Wesens haben sich in Hellas trotz dessen staatlicher Zerklüftung und dessen innerem Neid und Hader in solcher geistigen Freiheit und mit solch freimütiger Ursprünglichkeit entfalten können, daß es hellenischem Geiste gegenüber immer wieder begreiflich wird, wie tief eben die besten Deutschen – unbewußt als echte Indogermanen, als germanische Brüder der Hellenen – vom hellenischen Geiste berührt worden sind, so tief, daß es gegenüber der edlen Artung vieler hellenischer Geschlechter und der edlen Artung hellenischer Kunst auch immer wieder begreiflich wird, wie ein Goethe, der selbst so viel Ursprüngliches zu schenken hatte, einmal ausrufen konnte: „Doch Homeride zu sein, auch nur als letzter, ist schön!“

(Prof. Dr. Hans F.K. Günther: Lebensgeschichte des hellenischen Volkes, Pähl 1965)




Prof. Dr. Eugen Fischer
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Erblinien machen die Geschichte

Man spricht von Sozialanthropologie, und wenn sich diese auf die Betrachtung geschichtlicher Abläufe bezieht, von historischer Anthropologie. Diese versuchen also, zum Verständnis des Auf- und Abstiegs von Kulturen und des Ablaufs der Geschichte neben, allgemein gesagt, historischen Faktoren Erb- und Rassefaktoren aufzuweisen. Nur folgende flüchtige Hinweise seien gestattet. Der glänzende Aufstieg der klassischen Griechen über die Kultur der vorhellenischen Bewohner jenes Bodens weit hinaus liegt danach letzten Endes in der günstigen Rassenzusammensetzung der Athener, Spartaner usw. Und nachdem Austilgung bester Erblinien durch Kriege, Landesverweisung, vor allen Stücken aber durch Kinderarmut und Aussterben der Geschlechter die erb- und rassenmäßige Zusammensetzung des Volkes geändert hatten, trat Verfall und Niedergang ein; die Rom unterworfenen Griechen der Spätzeit waren eben erb- und rassenmäßig andere Menschen wie die klassischen. Im Aufstieg wie im Niedergang Roms sind neben allen anderen Faktoren die der Rasse, der Zerstörung der alten Rasse, der verheerenden Wirkung eines unerhörten Rassenchaos Im spätkaiserlichen Rom verantwortlich zu machen. Geistige Leistungsfähigkeit, Charakter vor allem, sind anders geworden, wie sie in den Erblinien und dem unverbastardierten Römer der republikanischen Blütezeit gegeben waren. Die Leistungen der Renaissance in Italien, Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft, sind neben vielem anderen der günstigen Rassenzusammensetzung, Kreuzung ebenbürtiger blutsverwandter Rassen zuzuschreiben. (...) Wo wir in der Geschichte hinblicken, lassen sich die Wirkungen der erblichen Veranlagung der betreffenden Menschen als mitverantwortlich am Auf- und Abstieg kultureller Leistungen erkennen. (...)

Die Anwendung dieser Gedankengänge auf die Gegenwart ist von entscheidendster Bedeutung für das Leben und die Zukunft der europäischen Kultur überhaupt.!...) Hier macht sich der ungeheure Einfluß der Kultureinrichtungen auf den Erbbestand Ihrer eigenen Träger lebensentscheidend geltend. Steigende Kultur bringt fast immer Zerstörung der eigentlich führenden Erbträger und ihrer Familien mit sich, in allen Kulturvölkern durch Kinderlosigkeit. Aber ich kann auf die ungeheure Bedeutung dieser Erscheinungen, die sich vor unseren sehenden Augen an unserem eigenen Volke und allen europäischen abspielen, im einzelnen nicht eingehen, ich stelle sie nur ausdrücklich fest.

(Prof. Dr. Eugen Fischer: Der völkische Staat biologisch gesehen, Berlin 1933)

Prof. Hans F.K. Günther


Sippenpflege in Athen und in Sparta

Eine attische Sippenpflege [läßt sich im ganzen Hellenentum wahrnehmen], wenn auch nirgends so entschieden wie in Sparta, ein Rassenglaube, den Jacob Burckhardt so bezeichnet und eingehender dargestellt hat. Dieser Rassenglaube, ein Vertrauen zu den ausgesiebten Anlagen der bewährten Geschlechter und die Gewißheit, daß leibliche Vortrefflichkeit als ein Anzeichen geistigen und seelischen Vorrangs gelten dürfe, überdauert in Athen und bei anderen hellenischen Stämmen die Zeiten der Adelsherrschaft und der Tyrannis und reicht bei den Besten noch weit in die Zeiten der Volksherrschaft hinein. In Athens „Blütezeit“, einer Spätzeit der lebenskundlich gesehenen athenischen Geschichte, bricht der Rassenglaube noch einmal bei Euripides hervor. Überall bei den Hellenen verließ man sich „auf den Anblick der Rasse, welche mit der physischen Schönheit den Ausdruck des Geistes verband“ (J. Burckhardt); es gab einen allgemeinen hellenischen Glauben „an Erblichkeit der Fähigkeiten“, eine allgemeine hellenische Überzeugung von der Unabänderlichkeit ererbter Eigenschaften: der Wohlgeborene sei durch nichts zu verschlechtern, der Schlechtgeborene durch nichts zu verbessern, und alle Schulung (paideusis) bedeute den Anlagen gegenüber nur wenig. Aus diesen Überzeugungen ergab sich die echt hellenische Zielsetzung der „Schön-Tüchtigkeit“ (kalokagaía), dieser Ausruf zuerst für die Gattenwahl und Kinderzeugung, dann für die Erziehung, die eine günstige Entfaltung guter Anlagen verbürgen sollte. Am mächtigsten bricht dieser Rassenglaube bei dem thebanischen Dichter Pindaros hervor (Olympische Ode IX, 152; X, 24/25; XI, 19 ff; XIII, 16; Nemeische Ode 70 ff). Das Auslesevorbild des Wohlgearteten blieb bis in die Zerfallszeiten hinein in den besten Geschlechtern aller hellenischen Stämme bestehen. Die Bezeichnung gennaios enthält wie die lateinische Bezeichnung generosus („wohlgeboren, wohlgeartet“) die Vorstellung edler Artung als ererbter und vererblicher Beschaffenheit (vgl. auch Herodotos 111,81; Sohn XXIII, 20 D). Herodotos (VII, 204) zählt die tüchtigen Ahnen des bei den Thermopylen gefallenen Spartanerkönigs Leonidas auf bis zu Herakles zurück.“

„Die staatliche Stärke Spartas wurde von den hellenischen Geschichtsschreibern der Siebung, Auslese und Ausmerze des Stammes und seiner Geschlechter zugeschrieben. Xenophon hat in seiner Schrift über die Verfassung der Lakedaimonier (1,10; V, 9) zunächst ausgesprochen, die lykurgischen Gesetze hätten Sparta Männer verschafft, die durch hohen Wuchs und Kraft ausgezeichnet seien, und dann zusammenfassend geurteilt: „Es ist leicht zu erkennen, daß diese [siebenden, auslesenden und ausmerzenden] Maßnahmen einen Stamm hervorbringen würden, überragend an Wuchs und Stärke; man wird nicht leicht ein gesünderes und tauglicheres Volk finden als die Spartaner.“ Herodotos (IX, 72) nennt die Spartaner die schönsten Männer unter den Hellenen. Die rassische Eigenart der Spartanerinnen wird durch den um – 650 in Sparta wirkenden Dichter Alkman (Bruchstücke 54) gekennzeichnet, der seine Base Agesichora rühmt: ihr Haar blühe wie unvermischtes Gold über silberhellem Antlitz. Der Vergleich heller Haut mit dem Silber findet sich schon bei Homer. Im 5. Jh. rühmte der Dichter Bakchylides (XIX, 2) die „blonden Mädchen aus Lakonien“. Noch der Erzbischof von Thessalonike (Saloniki), der im 12 Jh. lebende Eustathios, der Erläuterungen zu Homer schrieb, bekundete bei Erwähnung einer Iliasstelle (IV, 141), bei den Spartanern hätten helle Haut und blondes Haar die Zeichen männlichen Wesens bedeutet.

Einsichtige Männer der anderen hellenischen Stämme haben immer die edle Art des Spartanertums anerkannt, selbst dann, wenn ihr Heimatstaat mit Sparta im Kriege lag. Der weitblickende Thukydides (III, 83) beklagt das Schwinden des Edelmuts und der Aufrichtigkeit bei den Dorern während des Peloponnesischen Krieges, den seine Vaterstadt Athen gegen Sparta führte. In ganz Hellas haben die Edlergearteten in Sparta ein Wunschbild besten Hellenentums erblickt. So hat auch Platon gedacht, dessen Vorschläge zu einer staatlichen Erbpflege dem dorischen Vorbilde folgen. Männlichkeit und Staatsgesinnung des Dorertums in Sparta, dessen Bewahrung von Maß und Würde, diese apollinischen Züge eines sich selbst beherrschenden, zum Befehl geschaffenen Edelmannstums: alle diese Wesenszüge sind von den Besten in Hellas bewundert worden. Die gefestigte Einheitlichkeit spartanischen Wesens durch die Jahrhunderte ist aber sicherlich ein Ergebnis der bestimmt gerichteten Auslese im Stamm der Spartaner gewesen, einer bewußten Einhaltung der lykurgischen Ausleserichtung.“

(Hans F. K. Günther: Lebensgeschichte des hellenischen Volkes, Pähl 965, S. 158f)

Helmut Berve


Zu einer blutsmäßigen Vermischung der [dorischen] Einwanderer mit der ansässigen Bevölkerung ist es weder in der ersten Zeit, als die Gegensätze der Herkunft und die Tatsache der gewaltsamen Unterwerfung von beiden Teilen unmittelbar empfunden wurden, noch später, als aus dem Verhältnis von Siegern und Besiegten sich dasjenige von Herr und Knecht ergab, gekommen, dazu war der Geist der Dorier zu aristokratisch exklusiv, ihr Instinkt zu rein und stark. So sind die Unterworfenen, mochten sie den dorischen Dialekt ihrer Bezwinger annehmen und sich insofern nicht mehr von ihnen unterscheiden, doch niemals zu Doriern geworden. Zwei Schichten hat es in Lakonien bis zum Zusammenbruch des Staates der Lakedämonier gegeben: die dorische Stammeseinheit und, von ihr unwiderruflich getrennt, die Unterworfenen, die Heloten. Die absolute Härte, mit der diese Zweiheit aufrechterhalten wurde, hat den Lakedämoniern und besonders ihrem Adel eine schlechthin einzigartige Reinheit der Stammesart, Einheitlichkeit der Gesinnung und damit höchste Geschlossenheit nach außen bewahrt. Hier, wenn irgendwo, konnte daher der Geist der nordischen Einwanderer, der in so vielen Zügen sich germanischem Wesen verwandt zeigt, die ideale Form des Lebens verwirklichen, die in ihm von Natur angelegt war. Nicht in stiller Abgeschiedenheit ist das geschehen, so entschieden der Kranz der Gebirge das lakonische Land umschloß, sondern in der Welt der harten Realitäten. Denn kein Idyll ist Sparta gewesen, sondern ein Stück wahrer, leibhaftiger Geschichte des Volkes der Hellenen.“

(Helmut Berve: Sparta, Leipzig 1937)

Prof. Dr. Walter F. Otto


Die Götter der Griechen: Apollon

Apollon ist der griechischste aller Götter. Wenn der griechische Geist in der Olympischen Religion seine erste Ausprägung gefunden hat, so ist es Apollon, dessen Gestalt ihn am deutlichsten offenbart. Wiewohl der dionysische Enthusiasmus einmal eine bedeutende Macht gewesen ist, so kann doch kein Zweifel sein, daß es die Bestimmung des Griechentums war, diese und alle Maßlosigkeit zu überwinden, und daß seine großen Repräsentanten sich mit ganzer Entschiedenheit zum apollinischen Geist und Wesen bekannt haben. Dionysisches Wesen will den Rausch, also die Nähe; apollinisches dagegen will Klarheit und Gestalt, also Distanz. Dieses Wort drückt unmittelbar nur etwas Negatives aus, dahinter aber steht das Positivste: die Haltung des Erkennenden.

Apollon lehnt das allzu Nahe ab, die Befangenheit in den Dingen, den verschwimmenden Blick, und ebenso das seelische Ineinsfließen, die mystische Trunkenheit und ihren ekstatischen Traum. Er will nicht Seele, sondern Geist. Das bedeutet: Freiheit von der Nähe mit ihrer Schwere, Dumpfheit und Gebundenheit, vornehmen Abstand, ausgeweiteten Blick.

Mit dem Ideal der Distanz tritt Apollon nicht bloß zum dionysischen Überschwang in Gegensatz. Für uns ist es noch bedeutsamer, daß er damit den schärfsten Widerspruch gegen das, was später im Christentum zu höchsten Ehren gelangen sollte, erhebt.

Wie er selbst seine Persönlichkeit nicht betont und mit seinen Delphischen Sprüchen niemals für sich selbst Lobpreis und Ehrung vor allen andern beansprucht hat, so will er auch von dem ewigen Wert des menschlichen Individuums und der Einzelseele nichts wissen. Der Sinn seiner Offenbarung ist, daß sie den Menschen nicht auf die Würde seines Eigenwesens und die Tiefinnerlichkeit seiner individuellen Seele, sondern auf das, was über der Person ist, auf das Unwandelbare, auf die ewigen Formen hinweist. Was wir gewohnt sind, Wirklichkeit zu nennen, das konkrete Dasein mit seiner Selbstempfindung, vergeht wie ein Rauch; das Ich mit seinem Eigengefühl, sei’s Lust oder Schmerz, Stolz oder Demut, versinkt gleich einer Welle. Aber ewig bleibt und „göttlich unter Göttern die Gestalt“. Das Sonderliche und Einmalige, das Ich mit seinem Hier und Jetzt ist nur der Stoff, an dem die unvergänglichen Formen erscheinen. Wenn der Christ sich demütigt und gewiß ist, eben damit der Gottesliebe und Gottesnähe würdig zu werden, so verlangt Apollon eine andere Demut. Zwischen dem Ewigen und den irdischen Erscheinungen, zu denen auch der Mensch als Individuum gehört, ist eine Kluft. Das Einzelwesen reicht nicht hinüber in das Reich der Unendlichkeit. Was Pindar im Geiste Apollons seinen Hörern einschärft, ist nicht die mystische Lehre von einem seligen oder unseligen Jenseits, sondern das, was Götter und Menschen von einander unterscheidet. Wohl haben beide dieselbe Urmutter, aber flüchtig und nichtig ist der Mensch, und nur die Himmlischen dauern ewig (Pind. Nem. 6, 1 ff.). Wie ein Schatten gleitet das Menschenleben dahin, und wenn es glänzt, ist’s ein Strahl von oben, der es vergoldet (Pindar Pyth. 8, 95 ff.). Darum soll der Mensch sich nicht vermessen, den ewigen Göttern ebenbürtig zu sein, sondern seine Grenze erkennen und bedenken, daß die Erde sein Kleid sein wird (Pindar Isthm. 5, 14ff; Nem. 11, 15 f.). Der Kranz des Lebens, den auch der Sterbliche gewinnen kann, ist das Gedächtnis seiner Tugenden. Nicht seine Person, sondern, was mehr ist, der Geist seiner Vollkommenheiten und Schöpfungen überwindet den Tod und schwebt im Gesänge ewig jung von Geschlecht zu Geschlecht. Denn nur die Gestalt gehört dem Reich der Unvergänglichkeit an.

In Apollon grüßt uns der Geist der schauenden Erkenntnis, der dem Dasein und der Welt mit einer Freiheit ohnegleichen gegenübersteht – der echt griechische Geist, dem es beschieden war, nicht bloß so viele Künste, sondern schließlich auch die Wissenschaft hervorzubringen. Er vermochte es, Welt und Dasein mit einem von Begier und Erlösungssehnsucht gleich freien Blick als Gestalt anzuschauen. In der Gestalt ist das Elementare, Augenblickliche und Individuelle der Welt aufgehoben, ihr Sein aber anerkannt und bestätigt. Sie zu treffen, erfordert eine Distanz, zu der alle Weltverneinung nicht fähig gewesen ist.

Das Bild des ‚Ferntreffers’ Apollon ist die Offenbarung einer einzigen Idee. Ihr Inhalt gehört nicht der Sphäre einfacher Lebensbedürfnisse an, und die so beliebten Vergleiche mit primitiven Glaubensformen sind in diesem Falle ganz nutzlos. Es ist eine geistige Macht, die hier ihre Stimme erhebt. Und sie ist bedeutend genug, um einem ganzen Menschentum Form zu geben. Sie kündet die Gegenwart des Göttlichen nicht in den Wundertaten einer übernatürlichen Kraft, nicht in der Strenge einer absoluten Gerechtigkeit, nicht in der Fürsorge einer unendlichen Liebe, sondern in dem sieghaften Glanz der Klarheit, im sinnvollen Walten der Ordnung und des Ebenmaßes. Klarheit und Gestalt sind das Objektive, dem auf Seiten des Subjektes Distanz und Freiheit entsprechen. Und in dieser Haltung tritt Apollon vor die Menschenwelt. In ihr prägt sich seine helle, unbeschwerte, lichthaft durchdringende Göttlichkeit aus.

Wir verstehen es gut, daß er, dessen sublimes Sein weder in einem Element noch in einem Naturvorgang begründet war, schon verhältnismäßig frühzeitig mit der Sonne in Verbindung gebracht werden konnte. Schon in einer verlorenen Tragödie des Äschylos, in den Bassarai, hieß es, daß Orpheus den Helios als größten aller Götter verehrt und ihm den Namen Apollon gegeben habe. Und derselbe Dichter hat im Prometheus (22) die Strahlen der Sonne mit dem Worte φoτβoς charakterisiert, das wir als Beinamen des Apollon kennen, und zwar als seinen berühmtesten, Phoibos. Nun stellte sich auch das gewaltige Bild ein, daß Apollon mit den Klängen seiner Leier das Weltall in harmonischer Bewegung erhält (vgl. Orph. Hymn. 34,16ff.), und das Plektron, mit dem er sie schlägt, ist das Licht der Sonne (vgl. Skythin. fragm. 14; und dazu Neustadt, Hermes 1931,S. 389).

(Walter F. Otto: Die Götter Griechenlands. Das Bild des Göttlichen im Spiegel des griechischen Geistes, Frankfurt/M. 1970, S. 99-102)
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Re: ALTGRIECHEN

#3

Post by Arbëri » Mon Aug 16, 2010 12:05 am

Prof. Dr. Walter F. Otto

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Gerhardsches Fragment:
Geflügelte Herrin der Tiere. Berlin, Staatl. Museum
Die Götter der Griechen: Athene
Wie alle echten Gottheiten, so läßt sich auch Athene nicht aus einer einzigen, besonders augenfälligen Wirksamkeit verstehen. Der kraftvolle Sinn, der sie zum Genius der Sieghaftigkeit macht, hat eine Weite, die der Gesichtskreis des Schlachtfeldes nicht ausmessen kann. Nur die „helläugige Klugheit“, in jedem Augenblick das Entscheidende zu erkennen und das Zweckdienlichste herzustellen, füllt mit der Vielseitigkeit ihres lebendigen Wirkens sein Ideal ganz aus.

Das Epos pflegt einigen seiner Götter feststehende Prädikate zu geben, die zugleich mit dem äußeren Eindruck das Wesen selbst kennzeichnen. So heißt Hera bekanntlich „die Kuhäugige“. Man führt dies auf ihr heiliges Tier zurück, in dessen Gestalt sie selbst ehemals vorgestellt worden zu sein scheint, und tut gewiß recht daran. Aber was hat es zu bedeuten, daß die Göttin gerade mit diesem Tier verbunden worden ist? Diese Frage wiederholt sich bei allen Göttern und ihren tierischen oder pflanzlichen Attributen, die einmal auch ihre eigenen Erscheinungsformen gewesen sind. Das Erklärungsbedürfnis des Religionsforschers begnügt sich hier oft mit recht äußerlichen oder zufälligen Anknüpfungen. Und doch sollte man bedenken, wie fern wir dem Daseins- und Weltgefühl mythischer Zeitalter gerückt sind und wie gering in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit sein mag, daß wir den Sinn der Verbindung jemals erraten werden. Aber zuweilen können doch auch wir noch von den Tieren oder Pflanzen einen Eindruck empfangen, der dem der Göttergestalten sehr nahe kommt. Was scheint natürlicher, als daß der Pfau zum Vogel der Hera wurde? Diese Verbindung gehört allerdings einer verhältnismäßig späten Zeit an. Aber ist es mit der Kuh nicht ebenso, wenn wir die königliche Ruhe und Schönheit dieses mütterlichen Tieres recht empfinden? Und gerade das, worin sich diese Ruhe und Macht am wirkungsvollsten ausdrückt, der Blick des großen Auges, dient im Epos als Kennzeichnung der Hera.

Wenn wir uns das Wesen der Göttin vergegenwärtigen – diesen Geist hellsten Wachseins, der blitzschnell erfaßt, was vom Moment erfordert wird, der mit nie getrübter Klarheit immer Rat findet und den schwersten Aufgaben mit der schlagfertigsten Bereitschaft entgegengeht – läßt sich ein besseres Erkennungszeichen und Symbol für dieses Wesen erdenken als der helle, leuchtende Blick des Auges? Man kann dies schöne Bild nicht ärger mißverstehen, als wenn man in ihm einen Rest uralten Götter- oder Dämonenschreckens erkennen will. Sollten wir nicht endlich aufhören, der Erklärung aus dem Dumpfen und Plumpen auch da den Vorzug zu geben, wo das Geistreiche am nächsten liegt? Es waren doch keine schrecklichen Augen, die den erzürnten Achilleus, wie Homer beschreibt (Ilias 1,200) „gewaltig anleuchteten“, als er Athene plötzlich ins Gesicht sah und von ihr zur Besonnenheit und Haltung ermahnt wurde.

Die echte Athene ist weder ein wildes noch ein beschauliches Wesen. Von beiden Naturen ist sie gleich weit entfernt. Ihr Kampfwille ist kein Draufgängertum, ihr heller Geist keine reine Vernunft. Sie vertritt eine Welt der Tat, aber nicht der unbedachten und rohen, sondern der besonnenen, die durch ihre klare Bewußtheit am gewissesten zum Siege führt.

Ja, erst der Sieg macht ihre Welt vollkommen. In der Stadt, die von ihr den Namen trug, wurde sie selbst Nike genannt, und die berühmte Statue der Parthenos von Phidias trug auf der rechten Hand ein Bild der Siegesgöttin. Nike, „die Spenderin süßer Gaben, die im goldstrahlenden Olympos an Zeus’ Seite Göttern und Menschen den Erfolg edler Tatkraft entscheidet“ (Bakchylides. 10), gehorcht dem Wink der Athene. Im Hesiodischen Schildgedichte springt sie selbst vor Beginn des Kampfes zu Herakles auf den Wagen, „Sieg und Ruhm in den göttlichen Händen haltend“ (339).

So ist sie allem männlichen Ringen, das Größe hat, nahe. Aber der Mensch soll wissen, daß Größe und Triumph Offenbarungen des Göttlichen sind. Wer die Göttin zurückweist und sich nur auf seine eigene Kraft verlassen will, wird von derselben göttlichen Macht elend zugrunde gerichtet (vgl. Sophokles, Aias 758ff).

Der Glaube an Athene entsprang keiner Einzelnot, keinem Einzelverlangen des Menschenlebens. Sie ist der Sinn und die Wirklichkeit einer ganzen, in sich vollendeten Welt: der klaren, harten, glorreichen Manneswelt des Planens und Vollbringens, deren Lust das Kämpfen ist. Und diese Welt schließt auch das Weibliche mit ein. Aber nicht als Liebende oder Mutter, nicht als Tänzerin oder Amazone, sondern als lebenskluges und kunstreich schaffendes Wesen gehört die Frau der Athene an. Um den Sinn ihrer Gestalt aber ganz zu verstehen, müssen wir uns schließlich auch darüber noch klar werden, was sie nicht ist.

Sie ist im Verlauf der Zeiten und an einzelnen Kultorten zu allerlei Unternehmungen und Notwendigkeiten in Beziehung gesetzt worden. So finden wir sie in Athen als Schützerin der Heilkunst, des Ackerbaus, ja der Ehe und Kinderzucht. Aber all das ist unwesentlich und soll daher nicht weiter verfolgt werden. Schließlich ist sie sogar zur Patronin der Künste und Wissenschaften geworden. Dies späte Athenebild zeugt von dem Glänze und dem geistigen Führertum ihrer Stadt Athen. Aber von dem alten Bilde hat es sich sehr weit entfernt. Denn der helle Geist der echten Athene hat mit reiner Erkenntnis und mit allem Musischen nichts zu tun. Ihr bleibt die Gelassenheit des Abstandnehmens, der freie Blick der Betrachtung und der daraus entspringende Wille zu höherer Gestaltung fremd. Ihr fehlt die Musik im eigentlichen und im weitesten Sinne des Wortes. Sie soll zwar die Flöte erfunden haben, aber man erzählt, sie habe sie sogleich wieder verworfen. Dagegen paßt die Erfindung der Kriegstrompete ganz zu ihrem Wesen.

So besitzt sie vieles nicht, was andere Gottheiten, namentlich Apollon, auszeichnet. Aber all dies fehlt ihr so, wie jeder ganzen Gestalt dasjenige fehlen muß, was ihr Sinn ausschließt. Denn sie ist die tapfere Unmittelbarkeit, die erlösende Geistesgegenwart, die rasche Tat. Sie ist die Immernahe.

(Walter F. Otto: Die Götter Griechenlands. Das Bild des Göttlichen im Spiegel des griechischen Geistes, a.a.O., S. 76f u. 73ff)
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Re: ALTGRIECHEN

#4

Post by Arbëri » Mon Aug 16, 2010 12:08 am

Die Kultkalender der athenischen Feste II
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Altgriechische Fußschalen und Buchse (7./8. Jh. v.d.Z.)
Die Wettspiele

Nicht zu allen Festen gehören Wettspiele, doch wenn es einen Wettkampf gibt, so nimmt er stets von den Ritualen des Festes seinen Ausgang. Das ist ein Umstand, den man nicht vergessen darf, wenn man die sportlichen, musischen oder dramatischen Wettkämpfe beschreibt. Zwei athenische Beispiele: die Wettkämpfe bei den Panathenäen und die dramatischen Wettbewerbe bei den Großen Dionysien.

Ein Wettkampf

Das Fest der Panathenäen besteht schon seit langer Zeit, als im Jahre 566 Wettspiele eingeführt werden, zu denen alle Griechen zugelassen sind (daher panhellenische Wettspiele genannt). Sie finden alle vier Jahre zu den Großen Panathenäen statt. Sie umfassen einen Wettstreit der Rhapsoden (die die Werke Homers vortragen), musische Wettbewerbe verschiedener Art und schließlich einen sportlichen Wettkampf mit den üblichen Disziplinen, bei dem die teilnehmenden Athleten in drei Altersgruppen aufgeteilt werden (Kinder, junge Männer und Erwachsene).

Der Preis bei den sportlichen Wettkämpfen ist in Athen etwas Besonderes: Olivenöl von den heiligen Olivenbäumen, das in besonderen Amphoren, den sogenannten pan-athenäischen Amphoren, aufbewahrt wird. Auf der einen Seite trägt eine solche Amphore ein Bild der bewaffneten Athena, die eine Lanze schwingt, sowie die Inschrift «Von den Wettkämpfen der Athener»; auf der anderen Seite findet sich eine Darstellung des betreffenden Wettbewerbs: Wagenrennen, Wettlauf etc. Der junge Mann, der im Wettlauf gewonnen hat, erhält z. B. fünfzig dieser Amphoren. Die Wettspiele umfassen auch einen Tanz in Waffen (die Pyrrhiche), bei dem der Preis für die siegreiche Mannschaft aus einem Rind und hundert Drachmen besteht; es gibt außerdem Bootrennen, einen Fackellauf und vieles mehr.

Theaterfestspiele

An den Großen Dionysien, dem Fest zu Ehren des Dionysos im Monat Elaphêbolion (März-April), werden während drei Tagen die dramatischen Wettbewerbe abgehalten die, wie die Wettspiele an den Großen Panathenäen, ein weit zahlreicheres Publikum anziehen als nur das der Athener. Ohne in die Diskussion der schwierigen Fragen zu Ursprung der theatralischen Aufführungen eintreten zu wollen, kann man doch festhalten, daß die Darbietung der Stücke, also das, was wir Theater nennen, der Fürsorge des Dionysos unterstellt ist.

Seine Statue thront auf der Orchestra, das Theater, aus Holz oder Stein errichtet, ist Teil seines Heiligtums, – schließlich sind die dramatischen Aufführungen Bestandteil des Rituals. Die Religion, das steht ohne Zweifel, war also sehr tief in das staatliche Leben eingegliedert.

Dramatische Aufführungen finden auch während der beiden anderen Feste des Dionysos statt, den ländlichen Dionysien im Monat des Poseidon (Dezember-Januar) und den Lenäen im Monat Gamelion (Januar-Februar). Die wichtigsten Wettbewerbe sowohl der Komödie, der Tragödie, des Dithyrambos wie des Satyrspiels jedoch finden anläßlich der Großen Dionysien statt. Die Organisation der Wettbewerbe obliegt der Stadt. Der Archon Eponymos ist für die Großen Dionysien verantwortlich. Die zehn Choregen (liturgoi, die die Kosten für die Einstudierung des Chores und des Stücks übernehmen sollen) werden durch die Stadt bestimmt, ebenso die Dichter, die Schauspieler (Protagonisten) und die Schiedsrichter des Wettbewerbs.

Der Ablauf der Vorstellungen

Die Aufführungen beginnen bei Tagesanbruch, die Zuschauer sind festlich gekleidet, das Haupt bekränzt; die von der Stadt geehrten Leute sitzen in der ersten Reihe (prohedria), ebenso die Mitglieder des Rates (der Boule), die Epheben und die Schiedsrichter des Wettbewerbs. Man vollzieht ein Sühneopfer mit dem Blut eines jungen Schweines, und man löst die Abfolge der Konkurrenz aus. Die Stücke folgen eins auf das andere bis zum Abend. Am Ende des Wettbewerbs werden in jeder Sparte drei Preise vergeben: an den Dichter, an den Choregen und an den Protagonisten. Eine Volksversammlung prüft am übernächsten Tag die Abrechnungen, verabschiedet die ehrenvollen Erwähnungen und legt die Ergebnisse schriftlich nieder.

Die Vermischung des Religiösen mit dem Staatlichen macht bei der Organisation der Wettbewerbe nicht halt. Die Stücke selbst zeigen durch die aufgegriffenen Themen und die Art ihrer Behandlung, daß es eine scharfe Trennung zwischen politischer Reflexion und der Darstellung des Mythos und der Götter nicht gibt. Um es kurz zu sagen: Auf der Bühne stehen der Heros Aias, der mythische König Ödipus, die Erynnien oder Athena, aber die Fragen, die sie stellen, kreisen um die zentralen Fragen der aktuellen politischen Debatten des demokratischen Athen.

(Nach: Louise Bruit Zaidmann & Pauline Schmitt Pantel: Die Religion der Griechen. Kult und Mythos, a.a.O.; Jochen Bleicken: Die athenische Demokratie, a.a.O.)
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http://www.velesova-sloboda.org/misc/al ... mlung.html
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Re: ALTGRIECHEN

#5

Post by Arbëri » Fri Aug 20, 2010 10:47 pm

Christoph Pan

Christoph Pan (* 1938 in Bozen, Südtirol) ist Soziologe und Volksgruppenforscher.

Pan studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Freiburg (Schweiz). Seit 1961 ist er Leiter des Südtiroler Volksgruppen-Instituts in Bozen. 1971 erhielt er seine Habilitation in politischer Soziologie an der Universität Innsbruck, wo er bis zum Jahr 2000 lehrte. Von 1974 bis 1979 war er gleichzeitig Hochschullehrer an der Universität Salzburg. In seiner weiteren Laufbahn besetzte er von 1994 bis 1996 das Amt des Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen.

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Re: ALTGRIECHEN

#6

Post by Arbëri » Fri Aug 27, 2010 8:50 pm

Andreas Kilb


Was sind eigentlich Griechen?
(Kush jane Greket (Modern) ? Greket qe nuk kane prejardhje Greke )
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Die Griechen stammen nicht von Griechen ab. Das ist eine historische Wahrheit, die den Griechen insgeheim keine Ruhe lässt, weshalb sie die slawische Minderheit im Norden des Landes immer noch tüchtig triezen und der kleinen Balkanrepublik Mazedonien ihren Namen nicht gönnen. Machen wir es kurz: Am Ende der Antike, um das Jahr 600, brachen die Slawen über das ausgeblutete Hellas herein und besiedelten es. Dann, nach der Eroberung Konstantinopels um 1204, kamen fränkische Kreuzfahrer, ihnen folgten Bulgaren, Serben, Katalanen und schließlich die Osmanen, die ab 1450 auch die Macht übernahmen. Zwischendurch hatten sich noch albanische Stämme in den dünn besiedelten ländlichen Regionen Thessaliens, Böotiens und auf der Peloponnes niedergelassen. Und selbst die entscheidende Schlacht des griechischen Unabhängigkeitskriegs, in der die englische und die französische Flotte 1827 die Marine des Sultans zusammenschossen, fand an einem Ort statt, Navarino, der nach einem fremden Reitervolk, den Awaren, benannt ist. Von dort ging es dann über die Befreiung Thessalonikis - damals mehrheitlich von Türken und sephardischen Juden bewohnt - weiter bis zur kleinasiatischen Katastrophe von 1922 und dem nachfolgenden Bevölkerungsaustausch mit der Türkei, bei dem das kleine Land eineinhalb Millionen Auslandsgriechen aufnehmen und integrieren musste. Jeder vierte heutige Grieche stammt von diesen Zuzüglern ab, ebenso viele haben slawische oder albanische Wurzeln, aber natürlich halten alle zusammen wie Pech und Schwefel, wenn es gegen äußere Feinde geht. Und da die Türken - Rache für Konstantinopel! - gerade nicht zur Hand sind, geben die Deutschen eine ideale Zielscheibe ab. Denn sie haben während des Zweiten Weltkriegs im Mutterland der europäischen Kultur auf eine Weise gehaust, dass man heute noch schamrot werden muss. (Andreas Kilb)
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Re: ALTGRIECHEN

#7

Post by Arbëri » Mon Nov 15, 2010 11:14 pm

Albanien Schätze aus dem Land der Skipetaren

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Albanien Schätze aus dem Land der Skipetaren. Archäologische Schätze aus 7 Jahrtausenden. Katalog - Handbuch. VII, 476 Seiten mit 522 Farb- und 17 Schwarzweißabbildungen

Inhalt: Zur Ausstellung. Vorwort. Illyrien in der Vorgeschichte. Die Illyrer und die antike Welt. Münzprägungen in Illyrien. Hellenistischer Goldschmuck. Die Illyrer und Rom. Frühchristliche und frühbyzantinische Zeit. Das Mittelalter. Die Albaner, Nachkommen der Illyrer. Literatur. Katalog. Objektbeschreibungen. Übersetzungen.
Mehr : http://www.antikmakler.de/catalog/alban ... -2247.html
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